Vorteile und Risiken von PDMS
Ohne moderne IT geht auch in der Medizin nichts mehr. Das Einsatzspektrum von modernster Computertechnik reicht von der Verwaltung von Patientendaten bis hin zu anwendungsspezifischen Anforderungen z. B. in der Chirurgie. Eines dieser IT-Systeme ist das Patientendatamanagementsystem (PDMS), das zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Was sind die Aufgaben und Möglichkeiten von PDMS?
Ein PDMS ist eine sehr flexible Datenbank und erfasst Patientendaten, insbesondere auch in spezialisierten Arbeitsbereichen und stellt folgende Einsatzspektren dar:
· Dokumentation aller Patientendaten, Befunde und getroffener medizinischer Entscheidungen
· Diagnose- und Analysefunktionen
· Therapeutische Funktionen
· Anbindung externer Geräte über geeignete Schnittstellen
Letzterer Punkt hat für das PDMS eine ganz wichtige Bedeutung. Ein PDMS fasst automatisch für einen Patienten die übertragenen Werte z.B. eines Vitaldatenmonitors, eines Beatmungsgeräts oder einer Infusionspumpe zusammen. Ebenso werden Daten von Labortests automatisch erfasst und es ist eine sehr schnelle Auswertung und Beurteilung von Daten möglich. Hinzukommen können verschiedenste Visualisierungssysteme. So ist es bei einem modernen PDMS kein Problem mehr zum Beispiel die Bilddaten einer MRT-Anlage in ein echtes 3D-Modell umzuwandeln. Für einen bevorstehenden chirurgischen Eingriff hat dies für ein Ärzteteam enorme Vorteile: Eingriffe können strukturiert geplant, vorbereitet und sogar simuliert werden. Moderne Kommunikation macht es möglich bei schwierigen Fällen auch Experten anderer Institute hinzuziehen. Was früher Tage, wenn nicht sogar Wochen dauerte, ist heute zum Teil in wenigen Stunden machbar, was letztendlich dem Patienten nur zu Gute kommt.
Datenschutz: Und wie sicher ist PDMS?
PDMS sind insbesondere bei vernetzten Systemen genauso Gefahren ausgesetzt wie jeder andere Computer auch. Allerdings ist Datenschutz bei sensitiven Patientendaten ganz besonders zu berücksichtigen. Dies ergibt sich aus dem BDSG, dem §203 StGB und der ärztlichen Schweigepflicht. Das dem nicht immer so ist zeigte Anfang November ein Fall in Deutschland, wo Patientendaten ungehindert auf einer Internetseite zugänglich waren. Die vor kurzem weltweit durchgeführte Studie „2011 Threat Management Survey“ kam ebenfalls zum Ergebnis, dass im Bereich Datenschutz und Datensicherheit im medizinischen Bereich Mängel bestehen.